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John Dillinger wurde am 22.06 1903 bei Indianapolis in dem US-Bundesstaat Indiana geboren. Er wuchs im Stadtteil Oak Hill auf, einem mittelständlichem Stadtteil. Sein Vater war Händler. Seine Mutter starb, als John 3 Jahre alt war.
Nachdem er die Schule beendete, arbeitete er in einer Maschinenfabrik; da ihn die Arbeit unterforderte, trieb er sich Abends herum, was seinen Vater beunruhigte und ihn zu einem Umzug nach Mooresville, Indiana veranlasste. Doch auch hier hielt sich Dillinger nicht aus Problemen heraus, und nach dem er wegen eines Autodiebstahls Probleme mit dem Gesetz hatte, schrieb er sich 1923 in die US-Navy ein. Er desertierte jedoch und kehrte nach Mooresville zurück, wo er heiratete und sich niederlassen wollte. Er wurde jedoch wegen des Diebstahls von 41 Hühnern angeklagt, und ca. durch die Hilfe seines Vaters wurde ein Prozess vermieden. John begann, Baseball zu spielen, wo er Ed Singleton kennenlernte.
Aufgrund von Geldproblemen versuchte er mit Hilfe von Ed Singleton einen Händler zu überfallen. Bei diesem Vorfall soll Ed Singleton jedoch nicht wie abgesprochen mit einem Fluchtwagen gewartet haben, so dass John verhaftet und, nach dem ihn sein Vater dazu überredet hatte zu gestehen, zu 10-20 Jahren Haft verurteilt. Singleton plädierte auf unschuldig und wurde zu 2-4 Jahren verurteilt. John wurde 1933, nach mehreren Ausbruchsversuchen, freigelassen. Eine seiner ersten Taten nach der Entlassung war ein Überfall auf eine Bank in Bluffton , Ohio. Am 22.09 wurde John und seine Bande gefasst und zu Haft im Staatsgefängnis in Lima, Ohio verurteilt.
Ein Teil seiner Bande floh, mit Hilfe von Gewehren, die in die Zellen geschmuggelt wurden. Dabei wurden zwei Wächter getötet. Am 12.10 kehrten die entflohenen Gefangenen zurück, um Dillinger zu befreien; ein weiterer Wächter kam in dem Gefecht ums Leben. Zur Behandlung des Falles wurde das FBI zur Hilfe gerufen. Anhand der Fingerabdrücke wurden die Täter schnell identifiziert.
Steckbrief von John Dillinger
Mit seiner Bande beraubte Dillinger mehrere Banken und auch zwei Waffenlager der Polizei, wobei Maschinengewehre, Munition und kugelsichere Westen erbeutet wurden. Am 14.12 erschoss John Hamillton, ein Mitglied von Dillingers Bande, einen Polizisten in Chicago. Als nächstes großeAbsicht suchte sich die Bande die National Bank in Chicago aus, bei dem Überfall starb ein weiterer Polizist. Die Bande floh erst nach Florida und dann nach Tucson, Arizona, wo sie jedoch verhaftet wurden.
Doch am 3. März 1934 floh er, im er, wie er später behauptete, die Wachen mit einer Pistole aus Holz und Schuhcreme bedrohte. Er floh mit dem Auto des Sheriffs nach Chicago. Da er mit dem Wagen die Grenze eines US-Bundesstaats passierte, wurde dieser Fall zur Angelegenheit des FBIs.
In Chicago überfiel Dillinger mit den übrigen Mitgliedern seiner Bande weitere Banken. Doch die Polizei stellte Dillinger in einem Appartment , wo er aber nach einem Schusswechsel nach Mooresville fliehen konnte. Dort versteckte er sich bei seinem Vater, bis seine Wunde geheilt war.
Dillinger überfiel zusammen mit Homer Van Meter , einem Mitglied seiner Bande, eine Polizeistation in Warsaw , Indiana. Das FBI erhielt unterdessen einen Tipp, wo sich Dillinger versteckt hatte, und fuhr mit mehreren Agenten zum Versteck. Es kam zu einem Schusswechsel. Dennoch gelang es Dillinger wieder zu fliehen. Zeitgleich erschoss Lester "Baby Face Nelson" Gillis , ein Mitglied der Dillinger-Bande, einen FBI-Agenten und verletzte weitere bei einer Verkehrskontrolle.
Doch am 21.07 1934 kontaktierte eine Frau, die sich als Anna Sarge ausgab, das FBI, welches sehr angestrengt versuchte, Dillinger zu finden. Anna Sarge, die in Wirklichkeit Ana Cumpanas hieß, war 1914 aus Rumänien in die Vereinigte Staaten Amerika eingewandert. In dem Austausch für Informationen zum Fall Dillinger forderte sie Geld und die Lösung ihrer Probleme mit der Einwanderungsbehörde . Ana Cumpanas verriet dafür dem FBI, dass John Dillinger und Polly Hamilton am nächsten Tagins Biograph-Kino gehen wollten.
Am Abend des nächsten Tages verließ Dillinger das Kino, wo mehrere Agenten versuchten, ihn festzunehmen. Dillinger erkannte die Situation; beim Versuch, seine Waffe zu ziehen, wurde er von drei Kugeln getroffen und starb.
Buch-Tipp: Der kleine Nick und seine Bande Nicht ca. für Kinder In meiner Grundschulzeit habe ich mir dieses Buch häufig aus der Bücherei geliehen. Vor ein paar Jahren habe ich es mir gekauft und kann mich stets noch schieflachen über den kleinen Nick und seine Bande. Mitleid bekommt man mit dem Vater, der letztendlich der Verlierer ist. Schade, dass wir es damals nicht in dem Französischunterricht... |